Gerade in diesen schwierigen Zeiten, ist es wichtig, "einen Halt zu finden", zur Ruhe zu kommen und Kraft zu schöpfen. Ich möchte Ihnen zu diesem Zweck ein paar einfache Entspannungsübungen vorstellen. Drinnen oder draußen durchzuführen. Manche dieser Übungen sind besonders schön in der freien Natur durchzuführen, denn vor allem ein Aufenthalt im Wald verhilft zum freien Durchatmen mit seinen ätherischen Baumölen. Außerdem gibt uns ein Aufenthalt in der Natur Kraft und erdet uns. Vielleicht mag es schwer fallen, zur Ruhe zu kommen, wenn man den Kopf voller Sorgen hat, aber gerade dann ist es wichtig und auch, wenn man nicht immer abschalten kann, tun diese Übungen trotzdem gut


Diese kleine einfache Atementspannung hilft, sich im Alltag zu zentrieren. Sich für einen kurzen, aber nachhaltigen Moment, auf uns selbst und unsere Präsenz zu besinnen, sich zu verankern und dennoch beweglich und flexibel sein (Dinge, die wir momentan gut gebrauchen können). 
Gut für einen konzentrierten Start in den Tag - oder auch vor wichtigen Aufgaben. 

Eigentlich nichts anderes, als bewusst und aufrecht stehen und dabei ruhig und entspannt atmen.
Und doch so effektiv. Probieren Sie es einfach aus:  

Atementspannungsübung „Baum“

(aufrecht stehen)


- Entspannt und aufrecht stehen: „verwurzelt“ (Fußsohlen spüren). 

- Dabei den Kopf wie eine Baumkrone nach oben schieben (aufrechte Haltung), Arme hängen locker.

- Körper bewusst wahrnehmen und sich „erden“. Sich bewusst zentrieren. Dabei tief und ruhig atmen. 



In fernöstlichen Kulturen wird seit zweitausend Jahren die Metta-Meditation geübt. Metta bedeutet Warmherzigkeit, Sympathie, Freundlichkeit. Bei der „Metta-Meditation“ spricht man innerlich Wunschsätze für sich selbst – und mit einiger Übung für andere aus.

Die Wünsche werden mit dem Bewusstsein ausgesprochen, dass ich mir (bzw. anderen) das Beste wünsche, mir aber bewusst bin, dass ich nicht weiß, ob es kommen wird, es von Herzen gönne, aber keinen direkten Einfluss darauf habe. Dies entspricht einer wohlwollenden und annehmenden Haltung.


- Hinführung zur Übung: bequem liegen oder sitzen.

- Ihre Aufmerksamkeit dem Atem schenken.

- Den Körper spüren (z.B. Sitzfläche oder wo Sie auf dem Boden liegen...)

- Sich Wärme und Geborgenheit vorstellen.

- Aus der Tiefe Ihres Herzen sich die „Metta-Sätze“ sagen (s.u.)

(die Sätze sollen sich für Sie „richtig“ anfühlen, falls nicht, ändern Sie sie ab)

Die "Metta-Meditation"

- Möge ich glücklich sein.

(Bzw. Mögest du/ Möge – Name der Person- glücklich sein.)

- Möge ich mich sicher und geborgen fühlen.

- Möge ich gesund sein.

- Möge ich unbeschwert und sorgenfrei leben.


Thymusklopfen 

Die Thymusdrüse befindet sich etwas eine handbreit unterhalb des Schlüsselbeins in der Mitte des Brustbeins. Die Thymusdrüse ist Teil des Immunsystems und bildet die T-Lymphozyten (spezifische Abwehrzellen). Gerade bei Stress ist die Abwehr stark gefordert. Wir können die Thymusdrüse aktivieren und in ihrer Arbeit unterstützen durch folgende Entspannungsübung:   


"Tarzans Trommel" (Klopfen der Thymusdrüse)

Leichtes Klopfen mit der flachen Hand oder den Fingerspitzen auf das Brustbein in Höhe der Thymusdrüse: entspannt, beruhigt und macht Mut, aktiviert die Thymusdrüse und das Immunsystem. 

Dabei entspannt und ruhig weiteratmen.